Schlupfwespen gegen Stallfliegen

Schlupfwespen

Während die Güllefliege den Bedingungen der Tierhaltung mit Flüssigmist angepasst ist, eignen sich Schlupfwespen dort, wo Festmist anfällt. Sie finden daher in der Rinder-, Kälber-, Pferde-, Ferkel-, Schaf-, Geflügel- und Pelztierhaltung als Antagonisten der Stubenfliege Verwendung. Die Schlupfwespen sind nur wenige Millimeter groß, halten sich ausschließlich im Dungbereich auf und sind für Mensch und Tier völlig ungefährlich. Die Weibchen parasitieren die Puppen der Fliegen, indem sie zahlreiche Eier im Inneren des Pupariums ablegen. Die sich dann entwickelnden Nützlingslarven töten ihren Wirt langsam ab und schlüpfen nach vollzogener Entwicklung aus den Puparien. Jedes Fliegenpuparium enthält dabei 1- 8 Schlupfwespen.

Schlupfwespen stechen die Puparien auch häufiger nur zur Nahrungsaufnahme an, insgesamt können von einer Schlupfwespe zwischen 35 und 200 Puparien der Stubenfliege abgetötet werden. Mit dem Schlupfwespeneinsatz beginnt man optimalerweise im Frühjahr (Stalltemperatur > 18°C), solange noch nicht zu viele Fliegen vorhanden sind. Dadurch wird von vornherein verhindert, dass sich eine zu hohe Fliegenpopulation entwickelt. Bei bereits hohem Fliegendruck in den Sommermonaten sollten chemisch-selektive sowie Biotechnische Maßnahmen mit dem Schlupfwespeneinsatz kombiniert werden.

Der Behälter mit der Schlupfwespenbrut wird direkt nach dem Erhalt an einem geschützten Platz nahe der Fliegenbrutstätten wie z.B. Kälbertränken, Futterautomaten, Trögen, Tiefstreu und Stallwänden platziert. Die Nützlinge schlüpfen in Abhängigkeit von der Temperatur über einen Zeitraum von 4 Wochen und begeben sich im Umkreis von bis zu 100 m sofort auf Nahrungssuche. Es werden mindestens 3 Freilassungen in Abständen von 1-2 Wochen durchgeführt. Da sich Schlupfwespen langsamer vermehren als Stubenfliegen, hat es sich bewährt, die Nützlinge während der ganzen Saison wiederholt auszusetzen. Mit regelmäßigen Feilassungen in 2- wöchigen Intervallen kann die Fliegenpopulation durchgehend niedrig gehalten werden.

Schlupfwespen sind wirtsspezifisch und können nur existieren, wenn Fliegenbrut vorhanden ist. Dies bedeutet, dass die Schlupfwespe zugrunde geht, sobald keine Fliegen mehr vorhanden sind (Winter!). Eine dauerhaft Ansiedlung der Schlupfwespen ist daher nicht möglich. In Außenbereichen wie auf Misthaufen, Pferdekoppel etc. hat sich der Einsatz der Schlupfwespe in unseren Breiten nur bedingt bewährt, da die Nützlinge sehr temperaturempfindlich sind.

Die Schlupfwespen werden in Einheiten für 100 oder 200 m2 Stallfläche verschickt. In einer 100 m2 Einheit sind ca. 2500 mit Schlupfwespen parasitierte Fliegenpuppen enthalten.

Hinweis: Ein gleichzeitiger Einsatz beider Nützlinge in einem Stall ist nicht möglich, da die Schlupfwespen auch die Puppen der Güllefliege parasitieren. In solchen Fällen sollte vorab geprüft werden, wo sich die Fliegen am stärksten vermehren (im Mist und in der Gülle mit einer Taschenlampe nach weißen Fliegenmaden oder braunen Fliegenpuppen suchen). Der geeignete der beiden Nützlinge wird dann an der Hauptfliegenbrutstätte ausgesetzt.

 

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